„Europa wird vor Ort gebaut“

Die Europa-Union fordert mehr Mittel für Städtepartnerschaften und die Einführung eines kostenlosen Interrail-Tickets.

„Die Europäische Union hat nur eine Zukunft, wenn sich ihre Bürgerinnen und Bürger besser kennenlernen und so eine gemeinsame europäische Identität entwickeln. Deshalb fordern wir als Europa Union eine stärkere Förderung von Städtepartnerschaften und ein kostenloses Interrail Ticket für alle EU-Bürger zu ihrem 18. Geburtstag“, sagt Wolfgang Balint, Vorsitzender der Europa-Union Brandenburg.

Die EU-Mittel zur Unterstützung von Städtepartnerschaften müssten deutlich erhöht werden und die Kommunen mehr praktische Unterstützung erhalten. Denkbar sei die Schaffung eines europäischen Kompetenzzentrums, das interessierte Städte und Gemeinden berät und Partnerschaften vermittelt. „Ziel muss sein, dass alle Kommunen in Europa von einer Förderung profitieren können“, so Balint. „Europa begeistert dort, wo wir es selbst erleben“, betont Balint. „Die EU muss noch mehr dafür tun, dass alle ihre Bürger positive Erfahrungen mit Europa machen können. Europäische Teilhabe darf nicht am Geldbeutel scheitern“, so der Vorsitzende. „Wenn junge Menschen ihr Europa entdecken und andere junge Europäer kennenlernen, entstehen Freundschaften und Erinnerungen, die ein ganzes Leben halten können“, so Wolfgang.

„Die EU tut viel für ihre Bürger. Die Abschaffung der Roaming Gebühren ab dem 15. Juni, die unser Verband lange gefordert hat, ist nur eines von vielen Beispielen“, sagt Balint. Für eine europäische Identität braucht es aber beides: Das Wissen um das Positive, das von Europa ausgeht, und das Gefühl dazuzugehören. Reisen und Austausch sind hierfür unabdingbar“, betont Wolfgang Balint.

Bei ihrem Bundeskongress am 20. und 21. Mai in Bovenden bei Göttingen positionierte sich die überparteiliche Europa-Union Deutschland zu aktuellen europapolitischen Themen. An die Spitze der größten Bürgerinitiative für Europa in Deutschland wurde erneut der Stuttgarter Europaabgeordnete Rainer Wieland gewählt, der auch Vizepräsident des Europäischen Parlaments ist. Am Bundeskongress nahmen rund 150 Delegierte aus allen 16 Bundesländern teil.

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