Dienstag, 08. Mai 2018
Wanderausstellung Fremde im Land Brandenburg?
Integration gestern und heute. Vom 12. Mai 2018 bis Mitte Februar 2019

Welches Ziel verfolgt die Ausstellung?

·      Die Ausstellung weist darauf hin: Migration ist in Brandenburg kein neues Thema. Die Herausforderung der Integration von „Fremden“ bestand bereits mehrfach in der Geschichte unseres Landes. Es kamen im Verlauf der letzten Jahrhunderte viele Tausend Flamen, Holländer, Hugenotten aus Frankreich, Juden, Niederländer, Schweizer, Böhmen, Russen und Polen, um hier eine neue Heimat zu finden.

·      Diese Besiedelung hat Brandenburg im Ergebnis entscheidend vorangebracht.

·      Die Ausstellung zeigt all dieses, aber auch: Schon die damalige Integration war keine leichte Aufgabe und sie brauchte ihre Zeit. Soll Integration gelingen, muss sie gemeinsam angegangen und von der Mehrheit der Gesellschaft getragen werden. Dann können aus „Fremden“ Brandenburger werden.

·      Die ebenfalls dargestellte Geschichte der Sorben reicht bis ins 6. Jahrhundert hinein. Auch wenn sie damit zur Ur-Bevölkerung gehören, war ihre Integration kein „Selbstläufer“.  Erst seit der Wiedervereinigung Deutschlands erfahren die Sorben/Wenden durch das Brandenburgische Sorben/Wendengesetz (sowie das Sächsische Sorbengesetz) als autochthone Minderheit staatlichen Schutz.

 

Wie ist die Ausstellung aufgebaut?

·      Die Ausstellung besteht insgesamt aus 12 Tafeln. Diese werfen ein informatives Schlaglicht auf die vielen Zuwanderer und Flüchtlinge und die Hintergründe ihrer Einwanderung. Dabei wird auch auf die aktuelle Zuwanderung von Polen nach Brandenburg eingegangen.

·      Das Thema Umgang mit Migration und Toleranz wird transparent beleuchtet. Es wird festgestellt: Erfolgreiche Integration erfordert stets Toleranz und respektvollen Umgang auf Augenhöhe aller hier Lebenden.

·      Unsere offene, freiheitliche Gesellschaft steht dafür. Das Grundgesetz (mit u.a. Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau) ist das Fundament für alle hier lebenden Bürgerinnen und Bürger. Deutlich wird zugleich: Wir Europäer tragen mit dafür Verantwortung, dazu beizutragen, Flüchtlingen auch in ihren Herkunftsländern anderer Kontinente zukunftsfähige Lebensperspektiven zu eröffnen.

 

Kann man sich an der Ausstellung beteiligen?

·      Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, eigene Anregungen zu den behandelten Themen zu geben. Diese können auf ausliegenden Karten vermerkt werden.

·      Außerdem können bei einem Quiz interessante Preise gewonnen werden.

 

Wo und wann ist die Ausstellung zu sehen?

·      Die Wanderausstellung wird bis Mitte Februar 2019 an verschiedenen Orten in Brandenburg gezeigt (z.B. in Potsdam, Luckenwalde, Lübben, Bad Belzig, Cottbus).

·      Auf der Homepage der Ausstellungsmacher sowie auf der der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung werden die Termine regelmäßig aktualisiert.

 

Wer sind die Ausstellungsmacher?

·       Ausstellungsmacher ist der Landesverband Brandenburg der Europa-Union Deutschland e.V. Der Landesverband Brandenburg ist ein unabhängiger, überparteilicher Verein, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich für Europa engagieren. Insgesamt hat die Europa-Union Deutschland ca. 17.000 Mitglieder. Sie ist damit die größte Bürgerinitiative für Europa in Deutschland. Sie verfolgt das Ziel: Vorbehalte überwinden und neue Perspektiven auf Europa eröffnen.

·      Die Wanderausstellung wurde finanziell unterstützt durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. 


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