Samstag, 12. Mai 2018
Wanderausstellung: Fremde im Land Brandenburg? Integration gestern und heute
Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dietmar Woidke und gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung zeigt die Europa Union Brandenburg diese Wanderausstellung vom 12. Mai 2018 bis Mitte Februar 2019 im Land Brandenburg. Sie zeigt: Migration ist in Brandenburg kein neues Thema.

Die Herausforderung der Integration von „Fremden“ bestand bereits mehrfach in der Geschichte unseres Landes. Es kamen im Verlauf der letzten Jahrhunderte viele Tausend Flamen, Holländer, Hugenotten aus Frankreich, Juden, Niederländer, Schweizer, Böhmen, Russen und Polen, um hier eine neue Heimat zu finden.

Diese Besiedelung hat Brandenburg im Ergebnis entscheidend vorangebracht. Aber: Auch in früheren Zeiten  war Integration war keine leichte Aufgabe, und sie brauchte ihre Zeit. Soll Integration gelingen, muss sie gemeinsam angegangen und von der Mehrheit der Gesellschaft getragen werden. Damit aus „Fremden“ Brandenburger werden, wie dies in Brandenburg erfolgreich geschah.

 Dargestellt wird auch die Geschichte der Sorben, die bis ins 6. Jahrhundert hinein reicht. Auch wenn sie damit zur Ur-Bevölkerung gehören, war ihre Integration kein „Selbstläufer“.  Erst seit der Wiedervereinigung Deutschlands erfahren die Sorben/Wenden durch das Brandenburgische Sorben/Wendengesetz (sowie das Sächsische Sorbengesetz) als autochthone Minderheit staatlichen Schutz.

 Die Ausstellung besteht insgesamt aus 12 Tafeln. Diese werfen ein informatives Schlaglicht auf die vielen Zuwanderer und Flüchtlinge und die Hintergründe ihrer Einwanderung. Dabei wird auch auf die aktuelle Zuwanderung von Polen nach Brandenburg eingegangen.

 Das Thema Umgang mit Migration und Toleranz wird transparent beleuchtet. Es wird festgestellt: Erfolgreiche Integration erfordert stets Toleranz und respektvollen Umgang auf Augenhöhe aller hier Lebenden.

 Unsere offene, freiheitliche Gesellschaft steht dafür. Das Grundgesetz (mit u.a. Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau) ist das Fundament für alle hier lebenden Bürgerinnen und Bürger. Deutlich wird zugleich: Wir Europäer tragen mit dafür Verantwortung, dazu beizutragen, Flüchtlingen auch in ihren Herkunftsländern anderer Kontinente zukunftsfähige Lebensperspektiven zu eröffnen.

 Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, eigene Anregungen zu den behandelten Themen zu geben. Diese können auf ausliegenden Karten vermerkt werden. Außerdem können bei einem Quiz interessante Preise gewonnen werden.

 Die bisherigen Ausstellungsorte finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier, den Flyer zur Ausstellung Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Wenn Sie interessiert sind, die Wanderausstellung in ihrem Ort zu zeigen, wenden Sie sich an unseren Öffnet internen Link im aktuellen FensterKontakt.

Fotos von der Eröffnungsveranstaltung am 12.05.2018 im Französischen Dom Potsdam:


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